Generalstab.
 
Geschichtliche Entwicklung.

Im brandenburgisch-preußischen Heere finden sich die ersten Spuren von einem „Generalstabe“, d h. von dauernd außerhalb der Front der Truppen verwendeten, zur Unterstützung der höheren Führer dienenden Offizieren, gleichzeitig mit den ersten Anfängen des stehenden Heeres überhaupt.  Gelegentlich der Aufstellung des mobilen Heeres zum schwedisch-polnischen Kriege wurde durch Bestallung vom 10. Juli 1655 der Oberstleutnant und Ingenieur in der Festung Pillau, Gerhard v Bellicum (auch Belkum und Bellkum geschrieben), zum General-Quartiermeister bei dem unter Befehl des Generalleutnants Grafen v.Waldeck stehenden Heeresteil, am 19. Oktober desselben Jahres der Oberwachtmeister Jakob Holsten vom Trottschen Regiment bei der vom Kurfürsten selbst bzw. dem General-Feldzeugmeister v. Sparr kommandierten Armee ernannt. In diesen beiden haben wir die ersten brandenburgisch-preußischen Generalstabs-Offiziere zu erblicken.Das Wort „Generalstab“bedeutet aber nach damaligem Sprachgebrauch im allgemeinen den Stab, welcher für den Höchstkommandierenden, und zwar immer erst bei ausbrechendem Kriege, gebildet, und für welchen wohl auch der Ausdruck „General-Kriegskommissariat“ gebraucht wurde; er umfaßte demgemäß alle jenem beigegebenen, zu seiner Unterstützung bestimmten Personen, welche außerhalb des Regiments-Verbandes standen, also in der Regel auch alle Generale. So weist der Besoldungs-Etat vom 1. Juli 1657 außer dem Höchstkommierenden, General-Feldzeugmeister Freiherrn v. Sparr, nach:den General-Kriegskommissarius v. Platen, welcher einerseits die heut dem Chef des Stabes, andererseits die dem General-Intendanten des Feldheeres zufallende Tätigkeit auszuüben, also einen sehr umfangreichen Wirkungskreis hatte, den Generalwachtmeister  v. d. Goltz, welcher als sein Gehilfe sich namentlich mit der Leitung der Marschordnung, der Lagerung und der Schlachtordnung an Schlachttagen zu befassen hatte,
2 Generaladjutanten,
1 General-Auditeur,
2 General-Quartiermeister - die beiden oben genannten - für das Ingenieurwesen, den Schanzen-, Lager- und Festungsbau,
1 General-Proviantmeister,
1 Stabsfourier, welcher die Einquartierung der Truppen besorgte,
1 Feldkassierer,
1 Feldapotheker,
1 Feldarzt,
1 General-Wagenmeister,
1 Generalgewaltiger mit 1 Profoß und 2 Scharfrichtern, außerdem
11 Kanzlei- und Hilfsbeamte.
Im Jahre 1660 finden wir außer dem General-Quartiermeister noch einen Quartiermeister-Leutnant und einen capitaine des guides,von welchem weiter unten näher die Rede sein wird. Während aber, wie gesagt, ein solcher Stab - in wechselnder Stärke je nach derGröße des mobilen Heeres-erst im Bedarfsfalle gebildet wurde und von seinen Gliedern nicht alle im Frieden in ihren Aemtern verblieben, war dies bei dem General-Quartiermeister und seinen Gehilfen der Regel nach der Fall. Ihnen wurde im Frieden Bau und Beaufsichtigung der Festungen und sonstiger fiskalischer Bauten(auch Schlösser, Kanäle usw.) übertragen; diese vorzugsweise dem Ingenieurfach zugewandte Richtung ihrer Tätigkeit gewann aber im Laufe der Zeit eine umfassendere, dem heutigen Wirkungskreise des Generalstabs sich nähernde Bedeutung. So ist es erklärlich, daß auch die Benennung „General-Quartiermeister-Stab allmählich gleichbedeutend und wechselnd mit der Bezeichnung „Generalstab“ im heutigen Sinne gebraucht wurde und, schon in dem kurfürstlichen Heere, außer Ingenieuren auch Offiziere aus der Armee zur Teilnahme an dieser Tätigkeit kommandiert wurden, ohne aus ihrem Truppenverbande auszuscheiden; ein Verhältnis, welches sich, wenn auch mit Unterbrechungen, bis in die Organisationsperiode nach dem Tilsiter Frieden erhalten hat. Ein festorganisierter Teil der Armee, geschweige denn ein geschlossenes Korps, war aber der Generalstab nicht; er erhielt eine feste Gestaltung zu einem bestimmt ausgesprochenen Zweck, nach Zahl und Geschäftseinteilung, also eine wirkliche Organisation, erst im Anfange des 19. Jahrhunderts. Jedoch bildete sich nach dem Tode des Großen Kurfürsten eine gewisse Rang- und Stufenfolge in den Funktionen des General-Quartiermeister-Stabes, indem neben dem General-Quartiermeister noch General-Quartiermeister-Leutnants, Ober- Quartiermeister, General-Stabs-Quartiermeister, Quartiermeister, Stabs-Quartiermeister und -Quartiermeister-Leutnants, aber in sehr wechselnder Zahl, sich finden.Diese Dienstverrichtungen waren auch keineswegs an bestimmte Dienstgrade, welche ihre Inhaber in der Armee bekleideten, gebunden.
Nach dem Regierungsantritt Friedrichs d. Gr. erscheinen, mit dem Jahre 1741 zum ersten Male, in den zum Handgebrauch des Königs bestimmten geschriebenen Ranglisten die „Offiziers zum Generalstabe gehörend“ besonders aufgeführt; unter ihnen befinden sich aber neben den königlichen General-und Flügel-Adjutanten, dem „Brigademajor“ und den“Offiziers von der Armee“nur der General-Quartiermeister und 3 General-Quartiermeister-Leutnants(1 Oberst, 2 Majore). Überhaupt war in den nächstfolgenden Jahren die Zahl der Ernennungen zu Offizieren des General-Quartiermeister-Stabes eine auffallend geringe. Der große König war nicht nur sein eigener Chef des Generalstabes, sondern traf auch die Anordnungen, die heute niederen Generalstabs-Offizieren zufallen würden, vielfach selbst; als seine Gehilfen dabei seinen Kabinetssekretär Eichel, seine Adjutanten, auch Ingenieur-Offiziere und Feldjäger benutzend. Dem stets zu seiner Suite gehörenden Chef des General-Quartiermeister-Stabes verblieb nur eine geringe Selbständigkeit in seinem Wirkungskreise. In dieser Stellung fungierte seit 1741 der aus österreichischen Diensten übergetretene Oberst Graf v. Schmettau, der aber erst am 31. Juli 1744 zum General-Quartiermeister ernannt wurde; außer ihm war jahrelang nur ein 1750 ernannter General-Quartiermeister-Leutnant vorhanden. Erst zu Ende des Jahres 1756 wurden 4 solche neuernannt; bis zur Beendigung des Siebenjährigen Krieges schwankt die Zahl der im General-Quartiermeister-Stabe geführten Offiziere zwischen 2 und 7, einschließlich des gelegentlich besonders genannten capitaine des guides und der Brigademajors. Die Stellung des ersteren war damals, wie auch schon früher, eine wichtige.In einer Zeit, wo die kleineren Heere auf Schlachtfeldern von geringerer Ausdehnung als heute kämpften, wo die Taktik der unlenksamen, langen Linien die freie Ebene suchte, wo das Gelände einen ungleich geringeren Einfluß auf den Verlauf der Schlachten und Gefechte übte als in unseren Tagen; in einer Zeit, wo aus diesen und anderen Gründen die Geländekunde und das Kartenwesen noch auf einer sehr niederen Stufe der Ausbildung standen und das Bedürfnis zu ihrer Vervollkommnung nicht drängte: in einer solchen Zeit genügten Kundschafter und Wegweiser statt der Spezialkarten und Pläne, aber sie waren darum auch unentbehrlich. Den reitenden Feldjägern war dieser Zweig des Dienstes vorzugsweise zugewiesen; sie dienten als Kolonnenführer(daher ach die häufige Bezeichnung „Kolonnenjäger“), und ihr Kommandeur war eben der capitaine des guidea, welchem nach Bedarf auch die Beschaffung und Beaufsichtigung sonstiger Kundschafter und Führer oblag. Als erster capitaine des guides unter Friedrich d. Gr. wird Chasot genannt, als das älteste Patent eines solchen das des Leutnants v. Gaudi vom Jahre 1756 angegeben.
Was den Dienst der Brigademajors betrifft,so hatten diese die Parole zu empfangen und auszugeben, den Wachdienst zu regeln, die Tageslisten und Rapporte zu führen: sie waren gleichsam die Platzmajors im Felde. Bestallungen als Brigademajors finden sich schon seit 1742 vor.
Endlich würde noch der Verpflegungs-Partei zu gedenken sein, welche in 3 Feld-Kriegs-Kommissariaten ( für Preußen, Schlesien und Sachsen) durch besondere Offiziere und Beamte, nach Anleitung des General-Intendanten, besorgt wurde. Letzterer war stets ein General, die sonstigen im Verpflegungdienst verwendeten Offiziere wurden gleichfalls zum Generalstabe gerechnet. Alle diese genannten Offiziere des General-Quartiermeister-Stabes e c. erscheinen in den Ranglisten als zum „Generalstabe“ gehörig, und zwar in dessen Unterrubriken „Offiziers in der königlichen Suite“¸sie behielten aber ihren Rang und die Uniform ihres Truppenteils bei, außer bei etwaiger Ernennung zu Flügel-Adjudanten. Den Kommandierenden Generalen abgesonderter Heeresteile, bei denen der König sich nicht selbst befand, gab er gewöhnlich einen seiner Adjudanten für den Dienst des General-Quartiermeisters mit; unter Umständen sogar mit weitgehenden Befugnissen, des Königs Willen und Anschauungen dem General gegenüber zur Geltung zu bringen.Namentlich Winterfeld wurde wiederholt mit solchen besonderen Vertrauensaufträgen entsendet.
Die vom Könige im Sommer 1757 verfaßte Instruktion für die Quartiermeister und die im Winterquartier 1758 erlassene für die Feld-Ingenieurs, die aber in der Hauptsache nur die Grundsätze für die Anlage von Festungen und für die Anlage, den Angriff und die Verteidigung verschanzter Lager umfassen, beweisen einmal, daß er sich die theoretische Ausbildung seiner Gehilfen persönlich angelegen sein ließ; dann aber auch, daß die Geschäfte der Feld-Ingenieurs viele Berührungspunkte mit denen des Quartiermeister-Stabes hatten und daß der König beide zum Teil zu denselben Aufgaben brauchte. Dies kam auch dadurch zum Ausdruck, daß noch später, und sogar bis über das Jahr 18o6 hinaus, der General-Quartiermeister-Stab und das Ingenieurkorps einen gemeinsamen Chef hatten.
Der große König hat es in seinen Werken selbst ausgesprochen, daß in seinen Kriegen der Mangel eines genügend zahlreichen und durchgebildeten General-Quartiermeister-Stabes sich  vielfach unangenehm bemerkbar gemacht habe; und er ging sogleich nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges daran, diesem Mangel abzuhelfen. Er ernannte 6 Leutnants aus der Armee zu Quartiermeister-Leutnants mit der Bestimmung, „von den Truppenteilen, bei denen sie standen, gänzlich abzugehen“; erhöhte ihre Zahl schon im nächsten Jahre auf 12 und widmete ihrer Ausbildung bis an sein Lebensende unausgesetzt die sorgfältigste Aufmerksamkeit, erteilte z. B. dem nochmals bekannten General v. Rüchel sogar persönlich Unterricht und zog auch aus fremden Heeren besonders begabte Offiziere, wie z. B. Massenbach aus württembergischen Diensten, heran. Übrigens ließ er diese Offiziere neben der theoretischen Ausbildung zeitweise auch praktischen Frontdienst beim Regiment Garde tun.
Zum General-Quartiermeister wurde der General-Adjutant Oberst v.Anhalt, obwohl er schon im Etat für 1763 als maréchal général des logis de l’armée erscheint, erst unterm 24. Mai 1765 endgültig ernannt; im nächsten Jahre wurde die Stellung der Quartiermeister geschaffen: als erster der Major de Pinto ernannt, 1770 der Kapitän v. Geusau, während Ernennungen zu General-Quartiermeister-Leutnants nicht mehr vorkamen. Der Gesamtbestand an Offizieren des Quartiermeister-Stabes stieg allmählich bis auf 29, sank aber von 1783 ab wieder auf 10 herab,während die übrigen, zum Generalstabe gerechneten Offiziere - General-und Flügel-Adjutanten, Offiziere des Feld-Kriegs-Kommissariats, von der Armee usw. - erheblich zahlreicher waren.
Seit dem Tode Friedrichs d. Gr. wurde der Kreis derjenigen, die man bisher zum Generalstabe gerechnet, enger, die Bezeichnung „ Generalstab“ mit „General Quartiermeister-Stab“ gleichbedeutend. Die Kabinettsorder vom 10..Januar 1787 bestimmte, daß künftig in der Rangliste der Armee aufgeführt werden sollten unter der Rubrik: „Königliche General Adjutanten und Flügel-Adjutanten des Generalstabes:
der General-Adjutant der Infanterie, 
der General-Adjutant der Kavallerie,
die Flügel-Adjutanten der Infanterie
die Flügel-Adjutanten der Kavallerie
Generalstab (Quartiermeister-Stab): Quartiermeister, Quartiermeister-Leutnants, Brigademajor;
und daß alle übrigen Offiziere in der königlichen Suite „Offiziere von der Armee“ zu nennen seien. Gleichzeitig erhielt der Quartiermeister-Stab eine besondere Uniform: Infanterieoffiziere blaue, Kavallerieoffiziere weiße Röcke mit roten Abzeichen und Silber-, der General-Quartiermeister mit Gold-Stickerei;von 1799 ab wird die Abzeichenfarbe als „karmoisinrot“ bezeichnet.
Zum General-Quartiermeister wurde am 4. Dezember 1787 der Oberst von Pfau ernannt, ihm folgte am 29. Januar 1796 der Oberst v. Geusau. Von 1791 ab wurde zwar dienstlich wieder die Bezeichnung „General-Quartiermeister-Stab“ eingeführt, daneben aber „Generalstab“ vielfach, auch in amtlichen Schriftstücken, als gleichbedeutend gebraucht.
Von demselben Jahre ab erscheinen in den Listen auch wieder General-Quartiermeister-Leutnants (meist 2), so daß nun vier Rangstufen, wie sie in früheren Zeiten ohne Regelmäßigkeit vorkamen, dauernd festgesetzt sind. Die Zahl der Offiziere hielt sich im Frieden durchschnittlich auf 12, im Kriege einschließlich der hinzu Kommandierten auf 24. Dazu traten vom Jahre 1796 ab, wo dem Generalstab die allgemeine Landesvermessung mit übertragen wurde, noch 11 bis 14 besondere „Ingenieurs-Geographes“. Diese Beamten-von welchen übrigens der damals älteste, Reymann, der Urheber der berühmten Karte von Mitteleuropa, der jüngste, Krauseneck, nachmalige Chef des Generalstabes der Armee ist und an deren Stelle von 1803 ab, auf Betreiben des Generals v. Geusau, „Offizier-Geographen“ traten, d. h. aus der Armee kommandierte Offiziere mit der Aussicht zum Aufrücken in die Zahl der wirklichen Generalstabsoffiziere,- hatten die von den Offizieren während des Sommers gefertigten Geländeaufnahmen zusammenzustellen und weiter zu verarbeiten. Die Karten wurden aber nicht, wie jetzt, dem Buchhandel übergeben, sondern streng geheim gehalten. Diese topographischen Geländeaufnahmen, begündet auf eine sehr dürftige Triangulation, wurden in den verschiedenen Landesteilen, je nach der Bestimmung der leitenden höheren Offiziere, in verschiedenen willkürlich gewählten Maßstäben von den Offizieren und zugeteilten Kolonnen-Jägern durch sorgfältiges Krokieren hergestellt bei ihren in den Sommermonaten ausgeführten Bereisungen des gesamten Staatsgebietes Diese Reisen dienten gleichzeitig der Erkundung aller militärisch wichtigen Gegenden und Geländeteile sowie der Sammlung alles wichtigen geographischen und statistischen Materials. Im Winter wurden dann auf Grund dieses Materials Denkschriften, die militärische Wichtigkeit und Brauchbarkeit der einzelnen Gegenden unter gewissen kriegerischen Voraussetzungen behandelnd, ausgearbeitet, und die jüngeren Offiziere durch die älteren, insbesondere die General-Quartiermeister-Leutnants, in ihren Berufsgeschäften geschult. Aber auch hierbei fehlte es an einem festen System; jeder Lehrende handelte nach seinen eigenen Anschauungen, nach einer Theorie, die er sich selbst gebildet hatte. Die Tätigkeit der Offiziere des General-Quartiermeister-Stabes im Kriege dachte man sich im wesentlichen auf der oben erwähnten Anweisung Friedrichs d. Gr. fußend, aber doch mehr schon dem Generalstabs-Dienst im heutigen Sinne sich nähernd. Eine vom General v. Lecoq, welcher von 1787 bis 1801 dem General-Quartiermeister-Stabe angehört hat, hinterlassene Instruktion vom Jahre 1800 führt daneben u. a. an: Aufsuchen von Gefechtsstellungen, Erkunden der feindlichen Stellungen - was als der wichtigste Auftrag bezeichnet wird - sowie von Kolonnenwegen, Führung von Kolonnen oder Detachements, Leitung des Nachrichten-und Spionage-Wesens, Belagerungskrieg, endlich in der Schlacht Adjutantendienst bei dem kommandierenden General, wobei sich die Offiziere auch durch ihren Rat nützlich machen können, „wenn.er von ihnen verlangt wird“. Die Instruktion erwähnt auch, daß abgesondert operierenden Korps der Armee ein Offizier des General-Quartiermeister-Stabes beizugeben sei, und weist diesem eine Stellung zu, welche ziemlich genau der heut von einem Chef des Stabes eingenommenen entspricht. 
Einen, zu manchen anderen Erscheinungen der damaligen Armee in erfreulichem Gegensatz stehenden, frischen Anlauf nahm der General-Quartiermeister-Stab in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts durch das Verdienst einer Persönlichkeit, der es leider nicht vergönnt war, ihrer glänzend begonnenen Laufbahn einen ebenso würdigen Abschluß zu geben: des bereits einmal erwähnten, nachmals durch die Kapitulation von Prenzlau zu so trauriger Berühmtheit gelangten Obersten v. Massenbach. Er und derOberst v. Phull (auch Pfuhl und Pfuel geschrieben) waren damals, da der nominelle Chef General v. Geusau durch seine übrigen Dienstgeschäfte in Berlin hochgradig überlastet war, die eigentlichen Leiter des General-Quartiermeister-Stabes in Potsdam. Dem geistig hochbegabten, sehr ehrgeizigen und rastlos tätigen Massenbach genügte die bisherige, nicht recht folgerichtig geordnete Ausbildung und Beschäftigung der Offiziere nicht, und seinem unermüdlichen Drängen gelang es auch, nicht bloß hierin Ordnung zu schaffen, sondern den König für eine Neuorganisation des Generalstabes, die erste durchgreifende Friedensorganisation desselben zu gewinnen, welche in ihren Grundzügen noch heute fortwirkt. Nach Prüfung der Massenbachschen Vorschläge durch den General v. Geusau, den Herzog v. Braunschweig, den Fürsten Hohenlohe, den Feldmarschall v. Möllendorff, die Generale v. Zastrow, v. Rüchel und v. Tempelhoff wurde die neue Organisation festgestellt durch die Kabinettsorders vom 26. November 1803 - und-auf erneute Abänderungsvorschläge Massenbachs vom 11. Februar 1804 und 14.März 1805. Nach der beigefügten ausführlichen „Instruktion für den General-Quartiermeister-Stab“ sollten vom 1. Januar 1804 ab auf dem Etat stehen:
1 General-Quartiermeister (Gen. Lt. v. Geusau).
3 General-Quartiermeister-Leutnants (Gen. Maj. v. Phull, die Obersten v. Massenbach und v.  Scharnhorst),
6 Quartiermeister,
6 Quartiermeister-Leutnants und
18 (später 15) Adjoints;
außerdem das erforderliche Beamten-Personal für eine Plankammer. Der General-Quartiermeister-Stab wurde eingeteilt in 3 Brigaden, von denen je eine die östlichen, mittleren und westlichen Landesteile nebst den angrenzenden Ländern zu bearbeiten hatte. Der Oberst v. Massenbach hatte gleichzeitig den Wunsch ausgesprochen, daß der Chef des General-Quartiermeister-Stabes in wichtigen, sein Ressort betreffenden Angelegenheiten, namentlich hinsichtlich der zu bearbeitenden Operationsentwürfe, dem Könige direkt und persönlich Vortrag zu halten habe, während sonst alle Militär-Angelegenheiten ausschließlich durch den vortragenden General-Adjutanten zur Vorlage gelangten. Hiermit war in Preußen zuerst der Gedanke einer selbständigen, nur dem Kriegsherrn untergeordneten Stellung des Generalstabes angeregt, während in fast allen übrigen Heeren noch heut der Generalstab dem Kriegs-Minister unterstellt ist. Offiziell gewährt wurde der Wunsch allerdings damals noch nicht. Sämtliche Offiziere des General-Quartiermeister-Stabes sollten übrigens in Potsdam vereinigt bleiben, weil damals höhere, alle Waffen umfassende Kommandoverbände im Frieden nicht bestanden, also für eine wirkliche Generalstabs-Tätigkeit bei der Truppe im Frieden kein Feld geboten war. Dagegen sollten sie nach einer gewissen Zeit in den Frontdienst zurücktreten, um in der Armee eine Pflanzschule der Generalität zu werden. Am 15. Februar 1804 wurde die erste Prüfung für jüngere Offiziere der Armee behufs Aufnahme in den General-Quartiermeister-Stab abgehalten. Diese Prüfung umfaßte Geometrie, Trigonometrie, Fortifikation, Taktik, Kriegskunst und Kriegsgeschichte; von den sich freiwillig meldenden Offizieren wurden allerdings 22 zur Besetzung der neugeschaffenen Stellen ausgewählt, aber im ganzen doch das Ergebnis der Prüfung als wenig befriedigend bezeichnet. Massenbach verlangte von seinen Offizieren angestrengte, geistige Arbeit. Viele von seinen Anforderungen trugen allerdings den deutlichen Stempel seines geistreichen, aber einerseits phantastischen, andererseits zur Pedanterie und zum Schematismus neigenden, innerlich haltlosen Wesens an der Stirn und wurden teilweise schon von den Generalen, welchen der König die Massenbachschen Vorschläge zur Begutachtung übergeben hatte, als unpraktisch verworfen. So z. B. das aktenmäßige Registrieren aller in den preußischen Staaten sich findenden, unter irgend einer Kriegslage für Freund oder Feind irgendwie wichtigen Stellungen, welche jeder Generalstabsoffizier bis in den Einzelheiten kennen sollte; die Aufstellung zahlreicher, auf die verschiedensten politischen Kombinationen aufgebauter Kriegspläne und Operationsentwürfe, nicht etwa der Uebung wegen, sondern um im eintretenden Falle dem Heerführer jederzeit ein vollständig fertiges Rezept übergeben zu können; die Sammlung sogenannter Fundamentalabhandlungen, welche das Wandelbare der Kriegskunst außer acht lassend, als unumstößliche und untrügliche Wahrheiten der preußischen Armee hinterlassen werden sollten und dergleichen mehr. Immerhin aber hat Massenbach das Verdienst, eine auf wissenschaftlicher Grundlage beruhende, bestimmt ausgeprägte Organisation des Generalstabes zuerst ins Leben gerufen zu haben; die vielseitige, geistige Tätigkeit, zu welcher er anregte, hat neben der dauernd fortgesetzten Beschäftigung mit den Geländeaufnahmen und der Sammlung von Nachrichten über das Gelände für viele Offiziere gute Früchte getragen. 
Im Jahre 1806 wurde bei der Mobilmachung der Gen. Maj.v. Phull der Person des Königs zugeteilt, Scharnhorst trat zum Rüchelschen Korps, am 22. September zum Hauptquartier des Herzogs von Braunschweig, Massenbach zum Hohenloheschen Korps; die übrigen Offiziere wurden auf die verschiedenen Korps und die neu aufgestellten Divisionen verteilt. Der alte Gen. Lt. v.Geusau blieb zurück, wurde, als der König nach Memel ging, von seinen Geschäften entbunden und diese vorläufig dem Gen. Maj.v. Laurens vom Ingenieurkorps übertragen, welcher bei der Verteidigung von Danzig fiel. Geusau selbst starb zu Ende des Jahres 1808.Bei der Neuschöpfung der Armee nach der großen Katastrophe wurde auch im Jahre 1808 auf Grund eines von Scharnhorst eingereichten, wahrscheinlich in seinem Auftrage vom Major v. Rauch ausgearbeiteten Vorschlages die Neubildung des Generalstabes eingeleitet und jetzt zum ersten Male auf die beabsichtigte Kriegseinteilung des Heeres in drei Armeekorps und auf eine ihr entsprechende Verwendung der Generalstabsoffiziere im Frieden berechnet. Der Vorschlag forderte:
1 General-Quartiermeister als Chef des ganzen Generalstabes,
1 General-Quartiermeister-Leutnant als dessen Stellvertreter im großen Hauptquartier,
4 Quartiermeister, einen für jedes General-Kommando, einen im großen Hauptquartier
8 Quartiermeister-Leutnants, einen für jede Division, zwei im großen Hauptquartier,
12 Adjoints, einen für jedes General-Kommando und jede Division,
drei für das große Hauptquartier.
Scharnhorst,der einzige noch vorhandene ältere Offizier des General-Quartiermeister-Stabes, 
trat selbstverständlich an dessen Spitze; er wurde zwar nicht zum General-Quartiermeister befördert, aber auch in Kabinettsorders und anderen amtlichen Schriftstücken als „Chef des Generalstabes“ bezeichnet, ohne daß eine Ernennung dazu besonders erfolgt wäre. Dem Vorschlage gemäß wurden durch Order vom 26. Dezember 1808 von den Offizieren je 1 bis 2 dauernd den Stäben der 3 Gouvernements und 6 Brigaden, welche im Kriegsfall die Stämme der 3 Armeekorps und 6 Divisionen zu bilden hatten,zugeteilt, um in enge Verbindung mit den Truppen und in persönliche Beziehungen zu den voraussichtlichen Führern im Kriegsfalle zu treten. Auch die bei denselben Stäben kommandierten Adjutanten - dieAdjutantur bildete ein besonderes Offizierskorps mit eigener Uniform - wurden Scharnhorst unterstellt. Dieser war zugleich der Chef des durch die Order vom 25. Dezember 1808 geschaffenen, dem heutigen Kriegs-Ministerium entsprechenden Kriegs-Departements, dessen 2. Division, unter Leitung eines älteren Generastabsoffiziers, die“Bildung und den Gebrauch der Truppen in strategischer und taktischer Hinsicht“ zu bearbeiten hatte, also auch die Tätigkeit des heutigen Großen Generalstabes mit wahrnahm. Die noch übrigen Generalstabsoffiziere blieben zur Verfügung Scharnhorsts; ihre Friedensausbildung sollte durch Beschäftigung bei der Landesaufnahme, militär-geographische Studien in Verbindung mit der Kriegsgeschichte, Verwendung bei den Herbstübungen und Erkundungsreisen gefördert werden. Auch fürdie Kriegstätigkeit der Generalstabsoffiziere wurde jetzt eine besondere, ihr Ressort abgrenzende Instruktion erlassen. Die oben berechnete Gesamtzahl der Offiziere wurde, da ein bestimmter Etat nicht festgesetzt wurde, nicht erreicht; die Rangliste von 1808 weist nur nach: 
1 General-Quartiermeister-Leutnant (Gen.Maj.v. Scharnhorst),
2 Quartiermeister (Majors v. Lossau und v. Rauch) 6 Quartiermeister-Leutnants,
10 Adjoints, außerdem aber 12 dem Generalstabe „attachierte“Offiziere und
3 Brigade-Majors; bis zum Jahre 1812 verschwanden diese beiden letzteren Kategorien bis auf 2 „zur Dienstleistung kommandierte“Offiziere, so daß nur 19 wirkliche Generalstabsoffiziere verblieben.
Scharnhorst, seit dem 21. März 1810 auch Chef des Ingenieurkorps und Inspekteur der Festungen, wurde  auf Verlangen Napoleons am 28. März 1812 von der Leitung des Generalstabes entbunden und Oberst v. Rauch mit derselben beauftragt.
Den Stäben des zum Kriege gegen Rußland zusammengestellten preußischen Hilfskorps wurden, um möglichst vielen Offizieren Gelegenheit zur Ausübung des praktischen Generalstabsdienstes im Felde zu geben, solche in unverhältnismäßig hoher Zahl (20) beigegeben; in den Kriegen von 1813 ab verursachte das Anwachsen der Armee naturgemäß auch eine Vermehrung des Generalstabes, da allen höheren Stäben bis zur Brigade - der heutigen Division entsprechend - Generalstabsoffiziere zugeteilt wurden, auch jedes Armeecorps einen Chef des Generalstabes erhielt. Zugleich wurde zum ersten Male der Grundsatz aufgestellt, daß der Generalstabsoffizier nicht als der Person des einzelnen Führers zugeteilt zu betrachten, sondern bei der Dienststelle, auch beim Wechsel des Kommandeurs, zu belassen sei. An die Spitze des gesamten Generalstabes trat wiederum Scharnhorst am 11. März 1813 zum General-Quartiermeister der Armee ernannt; nach seinem Tode Gneisenau am 31. Juli unter dem gleichen Diensttitel. Nach dessen Ernennung zum kommandierenden General am Niederrhein, am 3. Oktober 1815, blieb der Generalstab zunächst ohne eine besonders ernannte Spitze, da der älteste Offizier desselben, Gen. Maj.v. Müffling, sich im Hauptquartier des Herzogs von Wellington, Oberkommandierenden der in Frankreich verbleibenden Okkupationstruppen, befand. Dem Generalkommando des preußischen Okkupationskorps waren 1 Chef des Generalstabes (Oberst v. Reiche) und 2 Majore, jeder Brigade und der Reserve-Kavallerie desselben ein Kapitän, dem General v. Müffling 2 jüngere Offiziere zugeteilt; den jetzt neu eingesetzten 7 territorialen Generalkommandos (für Brandenburg und Pommern ein gemeinschaftliches) je ein Chef und 1 bis 3 Offiziere, dem Kommando des Garde- und Grenadier-Korps 1 Oberstleutnant, ohne den Titel als Chef.
Inzwischen war auch bei der, durch Order vom 28. August 1814 ins Leben gerufenen Neuorganisation des Kriegsministeriums, dem 2. Departement desselben, unter Generalmajor v. Grolman, vollständig der Geschäftsbereich des jetzigen Großen Generalstabes zugewiesen worden; am 31. Januar 1816 wurde es eingeteilt in drei Kriegstheater - den früheren Brigaden entsprechend - und die historische Abteilung, dazu kam die aus zwei Bureaus bestehende Aufnahme-Abteilung und die alte und die neue Plankammer.
Durch Order vom 20. Juni 1817 wurde dann ein neuer Friedensetat für den Generalstab (erst jetzt verschwindet die bis dahin amtliche Benennung „General-Quartiermeisterstab“)aufgestellt, nach welchem bei jedem General-Kommando ein Chef des Generalstabes und 2 Generalstabs-Offiziere, bei jeder Brigade ein Kapitän des Generalstabes vorhanden sein, der Große Generalstab in Berlin 16 Offiziere umfassen und außerdem bei den wichtigsten Gesandschaften im ganzen 6 Generalstabsoffiziere kommandiert sein sollten. Tatsächlich wurden aber noch auf lange hinaus die in den letztgenannten Stellen befindlichen Offiziere, wenn sie auch dem Generalstabe entnommen sein mochten,unter den Offizieren “von der Armee“ geführt; erst von 1830 ab erscheinen vereinzelt aggregierte Offiziere des Generalstabes.
Im Jahre 1821 machte der Generalstab einen bedeutenden Schritt in seiner Entwicklung vorwärts. Gelegentlich der Ernennung des Generals v. Müffling zum „Chef des Generalstabes der Armee (das erste offizielle Auftreten dieser seitdem beibehaltenen Bezeichnung) am 11. Januar d. J. wurde durch Order vom 25. desselben Monats die bisherige Unterstellung des Generalstabes unter das Kriegsministerium endgültig aufgehoben und der Chef, dem Kriegsminister und den Kommandierenden Generalen koordiniert, dem Kriegsherrn direkt unterstellt. Der Direktor des 2. Departements im Kriegsministerium, Generalmajor Rühle v. Lilienstern, verblieb aber Chef des Großen Generalstabes, der seit diesem Jahre gesondert in der Rangliste geführt wurde, und behielt in ersterer Eigenschaft einen Teil der bisherigen Befugnisse und Verpflichtungen; jedoch wurden die Ressortverhältnisse genau geregelt. Diese selbständige Stellung des Chefs des Generalstabes der Armee, welche bisher noch in keinem anderen europäischen Heere in dieser Weise ausgebildet ist, und welche ihn zur selbständigen Leitung der Operationen des gesamten Heeres im Kriege beruft und befähigt, ist als eine der wesentlichsten Quellen für die tüchtigen Leistungen des Generalstabes in den letzten Feldzügen zu betrachten. Am 31. August 1824 wurden die letzten Konsequenzen dieses Schrittes gezogen, indem unter Auflösung des 2. Departements nunmehr dessen ganzer Wirkungskreis, mit der ihm bis dahin verbliebenen Plankammer und dem Lithographischen Institut, dem Großen Generalstab übertragen wurde. Trotzdem blieb General Rühle v. Lilienstern selbst noch bis zum Jahre 1837 in der Stellung als „Generalstabsoffizier des Kriegsministeriums“ dem Direktor des Allgemeinen Kriegs-Departements direkt unterstellt. Erst mit seinem Ausscheiden aus dieser Stellung im genannten Jahre ging dieselbe ein, gleichzeitig auch die besondere Stelle als Chef des Großen Generalstabes.
General v. Müffling gliederte den großen Generalstab in vier Sektionen (kriegsgeschichtliche und die drei wie bisher bezeichneten Kriegstheater) unter je einem Chef; jeder Sektion wurde eine der Abteilungen der Landesvermessung (trigonometrische und drei topographische) zugeteilt, die topographischen Aufnahmen selbst durch auf drei Jahre kommandierte Offiziere aus der Armee ausgeführt. Der im selben Jahre neu aufgestellte, auf 69 Generalstabsoffiziere - 16 beim Großen Generalstabe, 27 bei den Generalkommandos, 20 bei den Divisionen bzw. dem Gouvernement von Luxemburg, 6 bei denGesandtschaften - bemessene Friedensetat erfuhr schon nach drei Jahren, aus den damals notgedrungen sehr in den Vordergrund tretenden Sparsamkeitsrücksichten, eine erhebliche Verminderung, indem er, unter Fortfall der Generalstabsoffiziere bei den Divisionen und Gesandtschaften, auf im ganzen 45 Offiziere herabgesetzt wurde. So ergab sich der wenig günstige Zustand, daß mehr als die Hälfte des auf 101 Generalstabsoffiziere berechneten Kriegsbedarfes bei einer Mobilmachung durch Offiziere aus der Front gedeckt werden mußte; um so ungünstiger, als damals bei den engen und stabilen Verhältnissen der Armee überhaupt und dem langsamen Avancement Versetzungen vom Generalstab zur Truppe und umgekehrt sehr viel seltener als heutzutage, also in der Armee viel weniger mit dem Generalstabsdienst vertraute Elemente vorhanden waren. Indessen wurden im Jahre 1826 den Chefs der drei Kriegstheater im Großen Generalstabe der Rang und die Gebührnisse als Regimentskommandeure, wie sie die Chefs bei den Armeekorps schon seit länger bezogen, gewährt.
Besondere Verdienste erwarb sich General v. Müffling durch die Einführung dreier Einrichtungen, welche noch jetzt als die wirksamsten Mittel zur Ausbildung der Generalstabsoffiziere für ihre kriegerische Tätigkeit gelten: der Uebungsreisen in ihrer heutigen Form, also mit Zugrundelegung bestimmter Kriegslagen und Operationen, im Gegensatz zu den früher allein üblich gewesenen Geländeerkundungen, der taktischen Aufgaben und der Verwendung zu kriegsgeschichtlichen Arbeiten, aus welchen als erstes „Generalstabswerk“ die Geschichte des Siebenjährigen Krieges hervorging.
Müfflings am 28. November 1829 ernannter Nachfolger, General Krauseneck, führte in gleicher Weise die Ausbildung des Generalstabes fort, besonders in der Erziehung der Offiziere im Frieden für den Krieg und in der Heranbildung zu selbständigem Handeln; seine besondere Stärke lag in der übersichtlichen, möglichst einfachen und den natürlichen Verhältnissen entsprechenden Anlage von Manövern, Generalstabsreisen und dergleichen. Die hierbei von ihm gegebenen Bemerkungen zeigen einen ausgesprochenen Sinn für das Naturgemäße und Abscheu vor jeder Pedanterie und Künstelei. Die nämlichen Eigenschaften verlangte er aber auch von seinen Untergebenen, und wußte mit scharfem Blick diejenigen herauszufinden, welche seinen Anforderungen entsprachen. So verdanken Moltke, Roon, Goeben, Tümpling und viele andere nachmals berühmte Führer ihm ihre Berufung in den Generalstab. Wichtige Organisationsänderungen fanden unter Krausenecks Leitung beim Generalstabe nicht statt; nur wurde im Jahre 1843 eine schon 1833 gegebene Bestimmung erneuert, wonach die Generalstabsoffiziere nicht zu lange in diesem Dienstverhältnis verbleiben, sondern „nach Gelegenheit und Umständen“ zur Truppe zurücktreten sollten, „damit ihre praktische Diensttüchtigkeit stets gesichert und gefördert werde“. Im März 1848 wurde die Bezeichnung „östliches, mittleres bzw. westliches Kriegstheater“ in“1., bzw. 2. und 3. Abteilung“ und der Titel“Chef“ in „Abteilungs-Vorsteher“ - 1852 „Abteilungschef“ geändert.
Bald darauf schied Krauseneck aus der fast 19 Jahre hindurch innegehabten Stellung, am 13. Mai 1848 wurde der Generalleutnant v. Reyher mit Wahrnehmung der Stelle als Chef des Generalstabes der Armee beauftragt, am 11. April 1850 zum wirklichen Chef ernannt.
Abgesehen von seiner Wirksamkeit für die Ausbildung der Offiziere, welcher ein großer Teil der Führer der preußischen Armee in den Kriegen von 1864 bis 1871 seine Schulung verdankt, insbesondere Moltke und Prinz Friedrich Karl, und welche er durch Einführung der Generalstabsreisen bei den Armeekorps vervollständigte, erweiterte er auch die Organisation des Generalstabes. Die Mobilmachungen und kriegerischen Ereignisse der Jahre 1848 bis 1850 hatten dargetan, daß die langen Friedensjahre, wie bei der gesamten Armee, so auch beim Generalstabe mancherlei organisatorische Schäden gezeitigt hatten, die namentlichen von den allzusehr wirksamen Ersparnisrücksichten herrührten. Es machte sich daher ein allgemeines Bedürfnis nach einer Umgestaltung und Erweiterung des Generalstabs geltend, und so wurden denn durch Order vom 16. Dezember 1852 die Generalstabs-Offiziere bei den Divisionen unter Aufhebung der bisher als selbständiges Offizierkorps bestandenen Adjutantur wieder eingeführt, am 15. Februar 1853 der Friedensetat des Generalstabes festgesetzt auf:
1 Generalleutnant als Chef,
13 Obersten (9 Chefs der Generalstäbe bei den Armeekorps, 1 bei der Generalinspektion der  Artillerie, 3 Abteilungschefs im Großen Generalstabe),
32 Stabsoffiziere (9 bei den Generalkommandos, 18 bei den Divisionen, 5 im Großen  Generalstabe)
18 Hauptleute (9 bei den General Kommandos, 9 im Großen Generalstabe),
im ganzen 64 Offiziere.
Da gleichzeitig durch die Formation der Armeekorps zu 2 anstatt zu 4 Infanterie-Divisionen  der Kriegsbedarf sich verminderte, wurde das Verhältnis zwischen Bestand und Bedarf ein wesentlich günstigeres. Indessen blieben bis gegen Ende der 50er Jahre die Stellen der Abteilungs-Chefs vielfach unbesetzt, bzw. wurden durch die Dirigenten des trigonometrischen und topographischen Bureaus der Landesaufnahme mit wahrgenommen.
Am 9. Oktober 1857 starb der zum General der Kavallerie aufgerückte v. Reyher, am 29. Oktober wurde der Generalmajor Frhr. v. Moltke mit Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt, dann am 18. September 1858 endgültig zum Chef des Generalstabes der Armee ernannt. Moltkes Bedeutung und seine Verdienste um den Deutschen Generalstab gebührend zu würdigen, dazu ist hier weder Raum noch Gelegenheit; es seien daher hier nur die äußeren Veränderungen in der Entwicklung der Organisation während seiner 31jährigen Amtsführung angegeben.
Schon im Jahre 1862 wurde auf seinen Antrag das Personal des Großen Generalstabes um einen Abteilungs-Chef, einen Stabs-Offizier und einen Hauptmann vermehrt zur Bildung einer „militär-wissenschaftlichen Abteilung“, welche es ermöglichen sollte, mit der spezifisch-wissenschaftlichen Tätigkeit (Kriegsgeschichte, Militärgeographie, Statistik) einige Offiziere zu betrauen, welche hierfür besonders geeignet erschienen, und die von dem häufigen Wechsel zwischen Truppe und Großem Generalstabe weniger berührt würden. Die weitere Ausgestaltung derselben, obwohl unterm 5. Mai 1865 angeordnet, konnte wegen Mangels an etatsmäßigen Mitteln nicht erreicht werden.
Während des Krieges von 1864 ergab sich ein gewisser Mangel an Generalstabs-Offizieren, weil nicht die Armee als solche, sondern nur einzelne Divisionen mobil gemacht und auf dem Kriegsschauplatz zu neuen Korpverbänden zusammengestellt wurden, während doch in der Heimat die Stellen bei den bestehenden Kommandobehörden auch besetzt bleiben mußten. Der Große Generalstab deckte zwar den Bedarf aus seinen Offizieren, war aber  nun fast außerstande, seine Aufgaben weiter zu erfüllen. Ähnliches ergab sich 1866 bei der Aufstellung der Reserve-Korps und bei der Notwendigkeit, den Eisenbahnbetrieb dauernd einer sachkundigen militärischen Leitung zu unterstellen und einen ausreichend bemessenen stellvertretenden Großen Generalstab zurückzulassen, dessen Tätigkeit auch während des Krieges nicht ruhen darf; insbesondere hinsichtlich der Beobachtung der neutralen Länder und Heere, Leitung des Nachrichtenwesens über die feindlichen Heere, Beschaffung und Ergänzung von Karten und dergleichen mehr.
Zwar wurden die Generalstabs-Offiziere der Armee-Hauptquartiere auf die knappste zulässige Zahl beschränkt, auch durch die Nichtaufstellung mehrerer planmäßig vorgesehener Kavallerie-Divisionen und die Auflösung der Generalkommandos des III. und IV. Armeekorps an Offizieren gespart, während die Generalkommandos des VII. und VIII. Armeekorps den Stamm für die Ober-Kommandos der Main- bzw. Elb-Armee bildeten; dennoch traten im Lauf des kurzen Feldzuges nach und nach 105 Offiziere in General-stabsstellungen in Tätigkeit, während der Friedensetat im Ganzen nur 64 betrug.
Bei der großen Vermehrung des Heeres nach dem Kriege wurde versucht, dem abzuhelfen und zugleich die schon 1865 geplante Errichtung einer besonderen, den militär-wissenschaftlichen Zwecken gewidmeten und dadurch den Großen Generalstab zugunsten seiner eigentlichen Berufstätigkeit entlastenden Körperschaft verwirklicht. Die Kabinettsorder vom 31. Januar 1867 setzte demgemäß den Stand an Offizieren folgendermaßen fest:
für den Großen Generalstab:
3 Abteilungs-Chefs, 7 Stabs-Offiziere, 15 Hauptleute;
für den Nebenetat für wissenschaftliche Zwecke:
4 Abteilungs-Chefs, 5 Stabs-Offiziere, 12 Hauptleute;
für das Garde- und I. bis XI.Armeekorps
je 1 Chef des Generalstabes, 1 Stabs-Offizier, 1 Hauptmann, außerdem 1 Chef des Stabes bei der General-Inspektion der Artillerie;
für die 25 Divisionen (einschließlich Garde-Kavallerie-Division)
je 1 Stabs-Offizier.
Die Gesamtzahl betrug also, den Chef des Generalstabes der Armee eingerechnet, 88 Offiziere des Haupt-, 21 des Nebenetats, in Summa 109, denen durch den Eintritt Sachsens und Hessens in das Norddeutsche Bundesheer noch 8 bzw. 2 Offiziere hinzutraten.
Beim Großen Generalstabe verblieben, nach der vom General v. Moltke unterm 24. Februar 1867 gegebenen Einteilung, außer der Kanzlei die drei, den alten Kriegstheatern entsprechenden Abteilungen, von denen die 1. die im Osten, die 3. die im Westen Deutschlands angrenzenden Nachbarländer bearbeitete, die 2. die Verhältnisse der deutschen Armee und, in einer besonderen Abteilung, die zu immer größerer Bedeutung angewachsenen Eisenbahn-Angelegenheiten. Am 30. Januar 1869 wurde dann die Eisenbahn-Abteilung als selbständige abgezweigt. Zum Nebenetat rechneten die kriegsgeschichtliche, die neugebildete geographisch-statistische, die topographische Abteilung und die Landestriangulation sowie die Plankammer. Jedoch wurde diese rein etatsrechtliche Scheidung später nicht immer festgehalten, vielmehr Offiziere des Haupt-wie des Nebenetats wechselweise auch bei anderen Abteilungen, je nach ihrer besonderen Eignung, verwendet.
Im Juli 1870 wurden an preußischen Generalstabs-Offizieren mobil:
beim Großen Hauptquartier  14
beim Ober-Kommando der I. Armee 6
beim Ober-Kommando der II. und III. Armee je 8
bei den 3 General-Etappen-Inspektionen je 1 als Chef,
bei den 5 General-Gouvernements im ganzen  14
 und 1 von der Marine,
bei den 12 General-Kommandos je 4
bei den 24 Infanterie-, 7 Kavallerie-, 4 Reserve
 und Landwehr-Divisionen je 1
 außerdem 1 bei der württemb. Feld-
 Division,
 im ganzen also 137,
während als immobil im stellvertretenden Großen Generalstabe noch 23 Offiziere zurückblieben. Von den übrigen deutschen Staaten stellte Sachsen, außer einem Offizier im GroßenHauptquartier, für sein Armeekorps bzw.für das bald formierte Ober-Kommando der Maas-Armee 10 Offiziere; Hessen 1 Offizier zum Ober-Kommando der II. Armee und zwei für seine Division;Bayern außer einem Offizier zum Ober-Kommando der III. Armee und einigen dem Hauptquartier der letzteren folgenden Offizieren für seine zwei Armeekorps 24 Offiziere (auch bei jeder Infanterie- und Kavallerie-Brigade einen); Württemberg 1 Offizier zum Ober-Kommando der III. Armee und 8 für seine Feld-Division (auch bei jeder Brigade einen); Baden endlich 1 Offizier zum Ober-Kommando der III. Armee und 4 für seine Feld-Division. Mit dem mobilen deutschen Heere rückten also im ganzen annähernd 200 Generalstabs-Offiziere aus; und diese Zahl wuchs noch während des Krieges durch Bildung neuer Armee-Ober-Kommandos, Armeekorps, Reserve-Divisionen und General-Gouvernements im besetzten feindlichen Gebiet, wofür allerdings die in Deutschland errichteten General-Gouvernements zumTeil eingingen. Es mußte daher wiederum eine erhebliche Zahl von Offizieren aus der Front in Generalstabs-Stellungen Verwendung finden. Nach dem Frieden wurde, infolge Errichtung des XIV. und XV. Armeekorps, der Stand an Generalstabsoffizieren im Hauptetat auf 106, im Nebenetat auf 29 erhöht und durch Kabinettsorder vom 3. Oktober 1871 die gesamte Stellenbesetzung neu geregelt.
Auch die seitdem noch eingetretenen Heeresvermehrungen haben eine verhältnismäßige Vermehrung des Truppen-Generalstabes und der gesteigerten Arbeitslast entsprechend, auch des Großen Generalstabes, unter Schaffung neuer Abteilungen, zur Folge gehabt. Ferner wurde im Jahre 1881 auf Wunsch des General-Feldmarschalls Grafen Moltke die Stelle eines General-Quartiermeisters, gewissermaßen als sein Adlatus, zur Entlastung von mancherlei laufenden Geschäften, wieder geschaffen. Dieselbe ging jedoch 1889 nach dem Ausscheiden des Feldmarschalls wieder ein, und wurden dafür drei, seit dem 1. April 1894 vier Stellen für Ober-Quartiermeister, mit Brigade-Kommandeurs-Rang, errichtet, deren jedem einige Abteilungen des Großen Generalstabes unterstellt sind, und von denen seit dem 1. April 1897der älteste den Titel als General-Quartiermeister führt. Mit dem 1. April 1898 ging der Nebenetat ein; die demselben angehörigen Offiziere wurden entweder in den Hauptetat versetzt oder weiter als „dem Generalstabe zugeteilt“ à la suite eines Truppenteils geführt.

Generalstab der Armee.

Stiftungstag:
Laut A. K. O. vom 26. 11. 1803 Neuorganisation des General-Quartiermeister-Stabes vom 1. 1. 1804 ab.
Entwicklung:
25. 12. 1808 Errichtung des Allgemeinen Kriegs-Departements, dessen 2. Division auch die Geschäfte des jetzigen Großen Generalstabes wahrzunehmen hat.
26. 12. 1808 Zuteilung von Offizieren des General-Quartiermeister-Stabes zu den Stäben der Gouvernements und Brigaden. (Gesamtstärke im Frieden: 19 Generalstabs-, 15 attachierte Offiziere).
28. 8. 1814 Umformung der 2. Division in das 2. Departement des Kriegsministeriums, welches die Entwürfe für den Generalstab zu bearbeiten und die Beschäftigung der Offiziere desselben und der Adjudantur zu leiten hat, dem auch die Plankammer unterstellt bleibt. A. K. O. vom 20. 6. 1817: Festsetzung des Friedens-Normal-Etats für den Generalstab auf 39 Offiziere beim Truppen- 22 beim Großen Generalstabe. 
9. 1. 1821 Verleihung des Regiments-Kommandeur-Ranges an die Chefs.
25. 1. 1821 Unabhängigkeit des Generalstabes vom Kriegsministerium; ein Teil der bisherigen Befugnisse und Geschäfte verbleibt jedoch nach dem 2. Departement.
29. 3. 1821 neuer Friedens-Normal-Etat, im ganzen 60 Generalstabs-Offiziere.
31. 8. 1824 Auflösung des 2. Departements, Verbleiben nur eines Generalstabsoffiziers beim Allgemeinen Kriegs-Departement.
11. 11. 1824 neuer Friedens-Normal-Etat, im ganzen 45 Generalstabs-Offiziere, Fortfall derselben bei den Divisionen.
30. 3. 1837 Eingehen der Stellung des Generalstabs-Offiziers beim Kriegsministerium.
15. 2. 1853 neuer Friedens-Normal-Etat, im ganzen 64 Generalstabs-Offiziere.
18.6. 1853 Wiedereinführung der Generalstabs-Offiziere bei den Divisionen.
31. 1. 1867 Erhöhung des Friedensetats auf 88 Offiziere im Haupt-, 21 im Nebenetat und 40 kommandierende Offiziere.
27.12. 1881 Errichtung der Stelle des General-Quartiermeisters.
14. 3. 1889 Fortfall - vom 1. 4. 1889 ab - dieser Stelle, Errichtung von 3 Stellen für Oberquartiermeister.
1. 4. 1894 Umwandlung der Stelle des Chefs der Landesaufnahme in eine 4. Ober-Quartiermeister-Stelle.
1. 4. 1897 Wiedererrichtung der Stelle des General-Quartiermeisters.
1. 4. 1898 Fortfall des Nebenetats

1. Chefs des Generalstabes der Armee.
1821 Gen. Maj. v. Müffling, Gen. Weiß, zuletzt Gen. Lt.
1829 Gen. Lt. Krauseneck, zuletzt Gen. d. Inf.
1848 Gen. Lt. v. Reyher, zuletzt Gen. d. Kav.
1857 Gen. Maj. Frhr.v. Moltke, zuletzt Gen. Feldmarschall
(1870 f. d. Dauer des mob. Verh. stellvertr. Gen. Lt. z. D. v. Hanenfeldt)
1888 Gen. d. Kav. Gr.v. Waldersee
1891 Gen. d. Kav. Gr. v. Schlieffen, jetzt Gen. Oberst.

2.General-Quartiermeister.
a) Nach der alten Organisation, als Chefs des General-Quartiermeister-Stabes 
1655 Oberstlt. v. Bellicum 1744 Gen. Lt. Gr. v.Schmettau
1655 Oberstwachtmeister Holsten 1756-1757) Oberstlt.v.Gaudi
1657 v. d. Osten 1758-1759)
1670 de Chièze 1763 Oberst v. Anhalt
1670 v. Holstein 1787 Gen. Maj. v. Pfau
1673 Blesendorf 1796 Gen. Lt. v. Geusau
1678 Oberstlt. Schleither 1806 interim. m. F. b. Gen. Maj.
1678 de Maistre  v. Laurens
1686 du Puy 1808 Gen. Quartierm. Lt. Gen. Maj.
1689 Margace  v. Scharnhorst
1701 Oberstlt. de Brion 1812 Gen. Quartierm. Lt. Oberst
1706 de Montargue  v. Rauch
1706 v. Eosander 1813 Gen. Maj. v. Scharnhorst
1729 Gen. Maj. du Moulin 1813 Gen. Lt. v. Gneisenau

b) Nach der neuen Organisation.
1881-1889 Gen. Maj. Gr.v. Waldersee 1902 Gen. Lt. v. Bülow
1896 Gen. d. Inf.v. Oberhoffer 1904 Gen. Lt. v. Moltke.

3. General-Quartiermeister-Leutnants - nach der Organisation von 1803 - bzw. Ober-Quartiermeister nach der neuen Organisation.
1804 Gen. Maj. v. Phull 1804 Oberst v. Scharnhorst
1804 Oberst v. Massenbach
1889-1890 Gen. Lt. Gr. v.Haeseler (III.) 1894-1897 Gen. Lt. v. Stünzner (I)
1889-1891 Gen. Lt. Gr. v. Schlieffen (I.) 1895-1897 Gen. Maj. Köpke (II)
1889-1890 Gen. Lt. v. Holleben (II,  1895-1896 Gen. Maj. Meckel (V)
  dann III) 1895 K. S: Gen. Lt. Frhr. v. Hausen (III)
1890-1891 Gen. Lt. v. Zingler 1. (II) 1896-1899 Gen. Lt. Rothe (IV)
1890-1896 Gen. Lt. Oberhoffer (III,  1897-1898 Gen. Lt. Frhr v. Gayl (III)
  dann IV)
1891-1892 Gen. Lt. Edler v. d. Planitz II. (II) 1897-1898 Gen. Lt. v. Alten (II) 
1891-1893 Gen. Maj. v. Bock u.. 1898 Gen. Maj. v. Lessel (III)
  Polach (I) 1899 Gen. Maj. Beseler (II)
1892-1895Gen. Maj. v. Mickusch- 1899 Gen. Maj. v. Blankenburg (IV)
 Buchberg (II, dann I) 1900 Gen..Lt. Frhr. v. Rechenberg (III) 1893-1895 Gen. Maj. Frhr.v. Falkenhausen (II) 1900 Gen. Maj.v. Goßler (II)
1893-1894 Gen. Maj. v. Langenbeck (III) 1903 Gen. Lt.v. Haußmann (II)
1894 Gen. Maj. Gr. v. Keller (III) 1903 Gen. Lt. Frhr. v. Gayl (I, dann III)
 1903 Gen. Lt. v. Scheffer
 (Landes-Aufnahme)
Standort
(ausschl. der bei auswärtigen Stäben verwendeten Offiziere) Berlin.

Großer Generalstab.
Stiftungstag:
Laut A. K O. vom 25. 12. 1808 Errichtung der 2. Division des Allgemeinen Kriegs-Departements.
Entwicklung:
28. 8. 1814 Umformung in das 2. Departement des Kriegsministeriums.
31. 1. 1816 Einteilung in drei Kriegstheater, die historische und die Aufnahme-Abteilung mit der Plankammer.
25. 1. 1821 Unabhängigkeit des Generalstabes vom Kriegsministerium; Uebertragung eines Teils der Geschäfte des 2. Departements an den Großen Generalstab, der von da ab gesondert in der Rangliste geführt wird, Gliederung desselben in 4 Sektionen.
31.8.1824 Auflösung des 2. Departements, völlige Übertragung der Geschäfte desselben auf den Großen Generalstab, einschl. der Plankammer und des lithographischen Instituts.
11. 11.1824 Herabsetzung des Etats auf 17 Offiziere einschl. des Chefs des Generalstabes der Armee und des Generalstabs-Offiziers beim Kriegsministerium.
30. 3. 1837 Eingehen der Stellung des Letztgenannten und der Stelle als Chef des Großen Generalstabes.
2. 3. 1848 Aenderung der Bezeichnung der Kriegstheater in 1., 2., 3. Abteilung, der Chefs als Abteilungs-Vorsteher.
16. 12. 1852 die letzteren erhalten die Bezeichnung Abteilungs-Chefs. 1862 (laut Etat, ohne besondere Order) Einrichtung einer militär-wissenschaftlichen Abteilung.
31. 1. 1867 Verstärkung derselben zum Nebenetat für wissenschaftliche Zwecke, 21 Offiziere.
24. 2. 1867 Einteilung des Großen Generalstabes einschl. Nebenetat in die 1. bis 3. Abteilung - bei der 2. die besondere Eisenbahn-Abteilung - ,die kriegsgeschichtliche, geographisch-statistische, topographische Abteilung, Landes-Triangulation, Plankammer und Kanzlei.
30. 1. 1869 Abzweigung der Eisenbahn-Abteilung als selbständige (Chef-Stelle etatsmäßig 8. 6. 1871).
1. 4. 1889 Errichtung einer 4. Abteilung.
20. 2. 1890 Erhöhung - vom 1. 4. 1890 ab - des Etats um 5 Abteilungs-Chefs, 5 Stabs-Offiziere, 7 Hauptleute im Hauptetat, Errichtung der Zentral-Abteilung.
1. 10. 1894 Errichtung einer 5. und 6. Abteilung.
3. 6. 1896 desgl. einer 7. und 8. Abteilung.
6. 8. 1896 Teilung der kriegsgeschichtlichen Abteilung in I. und II.
1. 4. 1898 Fortfall des Nebenetats.
23. 7. 1900 Errichtung einer 9. Abteilung.
a) Direktoren.
1808 der 2. Division des Allgem. Kr. Depart. Maj. v. Rauch
1814 des 2. Depart. des Kriegsministeriums Gen. Maj. v.Grolman
1820 des 2. Depart. des Kriegsministeriums Gen. Maj. Rühle v. Lilienstern,
zugleich Chef des Großen Generalstabes und Chef der historischen Abteilung.

b) Abteilungs-Chefs im Großen Generalstabe,  bzw. entsprechende Dienststellen der früheren Organisation.

1814-1820 v. Lützow (östl.) 1849 v. Hoepfner
1814-1820 v. Arnauld (mittl.) 1849-1856 Serwien ( Kr. G., dann 2.)
1814-1820 v. Pfuel (westl.) 1850-1853 Kirchfeldt (Chef d. St. d.
1814-1837 Gen. Maj. Rühle v. Lilien-   Gen. Gouv. am Rhein)
  stern (Kr. G.) 1853  v. Etzel (1.)
1817-1826 Gen. Maj. v. Reiche (östl.) 1853-1858 v. Alvensleben (Chef d.
1820-1821 v. Rohr  St. d. Gen. Gouv. am Rhein)
1820-1821 Frhr. v. Brandenstein (mittl.) 1854  v.Fransecky (Kr. G.)
1820-1821 Frhr. v. Canitz (östl.) 1856  v. Kirchbach (2.)
1820-1829 Bar. v. Rheinbaben  1857-1866 Gen. Maj. v. Hesse (3.,. dann 1.,
 (1826 westl.)  zugl. Dir. des trigon Bur.)
1821-1826 v.Selasinsky 1857-1861 v. Ollech (Kr. G.u. 2.)
1821-1822 v. Prittwitz (mittl.) 1859  v. Hanenfeldt (3.)
1827-1833 v. Ronder (mittl.) 1859-1861 v. Chaumontet (1.)
1827-1846 Gen. Maj. Wagner (Kr. G.) 1861-1864 Petersen (1., dann 3. u. Kr. G.)
1827-1830 Heymann (östl.)
1829-1830 v. Willisen (westl.) 1861-1862 v. Bosse (2.)
1829-1832 v. Below (östl.) 1862-1864 v. Sandrart (2.)
1831  v. Bockelmann 1864-1866 v. Doering (3.)
1832-1834 Staff gen. v. Reitzenstein 1864-1866 v. Borries (2.)
  (westl.) 1866-1869 v. Strantz (1.)
1833-1836 v. Reichenbach (mittl., 1866-1871 Veith (2.)
  dann östl.)  1866-1869 Gr. v. Wartensleben (3.)
1833-1837 v. Gerlach (östl., dann mittl.) 1869-1871 Bronsart v. Schellendorff (1.)
1834-1835 v. Felden (westl.)
1835-1839 v. Stockhausen (westl.) 1869-1871 Gen. Maj. v. Stiehle (3.,
1837  v. Brandt  dann 2.)
1838-1843 v. Salpius (mittl.) 1870-1876 v. Brandenstein (Eisb.,
1838-1843 v. Carisien (östl., dann  dann 2.)
  westl.) 1871-1874 Gen. Maj. Gr. v. Wartensleben
1840-1842 Bar. v. Reitzenstein (östl.)  (3., dann 2., dann Kr. G.)
1842-1845 Schmidt (östl.) 1871-1872 v. Grolman (1.)
1843  Kusserow (westl.) 1871-1873 v. Unger (3. dann 2.)
1844-1857 Bayer (3., zugleich Dir. 1872-1874 Frhr. v. Hilgers (1.)
  des trigon. Bureaus) 1873 1881 Gen. Maj. Krause (3.)
1846-1849 Stavenhagen (östl., dann 2.) 1873-1882 Gen. Maj. Keßler (Eisb.)
1848  Frhr. v. Moltke 1874-1875 v. Kretschmann (1.)
1875-1878 v. Scherff (1.) 1898-1901 Dittlinger (4.)
1876-1877 v. Wittich (2.) 1898  Nethe
1877-1881 v. Manthey (2.) 1898-1899 v. Schmidt (bish. Nebenetat trigon)
1878  v. Westernhagen (1.)
1879-1880 Gr. v.Haeseler (Kr. G.) 1898-1904 Gen. Maj. Schulze (bish.
1880-1885 Gen. Maj. Vogel v.   Nebenetat, topogr.)
  Falckenstein (Kr. G. dann 2.) 1898-1900 Waenker v. Dankenschweil
1881-1884 Steffen (3.)   (bish. Nebenetat, 5.)
1881-1883 Hassel (bish. Nebenetat, 1.) 1898-1901 Gen. Maj. v. Bernhardi (Kr. G. I.)
1882-1889 Gen. Maj. Oberhoffer (Eisb.) 1898-1901 Frhr. v. Manteuffel (6.)
1883-1885 v. Holleben (1.) 1898-1900 v. Bülow (Zentr.)
1884-1888 Gen. Maj.Gr. v. Schlieffen (3.) 1898-1899 Scholz (8.)
1886-1889 Gr. v. Keller (1.) 1899-1900 v. Oven (8.)
1888-1891 Stoetzer (3.) 1899  v. Below
1888  Krahmer 1899  Nieber
1888-1891 Rothe (2.) 1899-1900 Gündell (2.)
1889-1890 Gen. Maj. v. Zingler (4.) 1899-1902 v. Wallenberg (5.)
1889-1890 Gen. Maj. v. Bülow (1.) 1900-1903 Matthias (trigon.)
1889-1892 Gen. Maj. v. Igel (Eisb.) 1900-1901 v. Jakobi (9.)
1889-1898 Gen. Maj. v. Goßler, (bis 1900  v. Steuben (8.)
  1895 á la suite Hus. Rgts.
  12, Zentr.) 1900  v. Lindenau (1.)
1889-1892 Gen. Lt. v. Taysen (bish. 1900-1903 Deimling (2.)
  Nebenetat, Kr. G.) 1900-1903 v. Eberhardt (7. dann 6.)
1890-1892 v. Krosigk (1.) 1900-1903 Gen. Maj. v. d. Groeben ((Eisb.)
1890-1893 v. Perbandt (4.) 1900-1903 Gen. Maj. Deines (4.bis 1902,
1891-1898 Gen. Maj. Frhr. v. Rechenberg   dann Gesch. als O. O.)
  (3. dann 6.)
1891-1892 v. Eichhorn (2.) 1901  Salzmann (7.)
1892-1895 v. Heeringen (2.) 1901  v. Steuben
 1901  v. Krosigk
1892-1896 Gen. Maj. v. Massow (Eisb.) 1901-1902 v. Steuben (8.)
1892-1897 Gen. Maj. Frhr. v. Gayl (1.) 1901-1902 Frhr. v. d. Goltz (Zentr.)
1892-1895 Gen. Maj. Meckel (Kr. G.) 1901-1902 v. Zitzewitz (2.)
1893-1894 K. W. Gen. Maj. v. Sick (1.) 1902  Riemann (4.)
1893-1896 Linde (4.) 1902-1903 Wandel
1894-1897 Rasmus (5.) 1902  v. Hutier (7.)
1894 1896 Gen. Maj. Rothe (3.) 1902-1904  v. Knoerzer, K. W. (5.)
1895-1896 Gen. Maj. Sommer(topogr). 1903  v. Pannewitz
 1903-1904 Berrer, K. W. (7.)
1895-1899 v. Wittcken (2.) 1903  v. Kleist
1896-1900 Gen. Maj. Budde (Eisb.) 1903  Staabs (Eisenb.)
1896  Gr. v. Schmettau 1903  Stein (2.)
1896-1897 v. Voß (8.) 1903-1904 Chales de Beaulieu
1896  Frhr. v. Manteuffel (6.) 1903  v. Freitag-Loringhoven (Kr. G. 1.)
1896-1902 v. Flatow (3.)
1896-1900 Gr. York v. Wartenburg 1903  v. Heuduck
  (7. dann 1.) 1903  Gen. Maj. Gr. v. Moltke
1897-1898 Gronau (1.) 1904  Lauenstein
1897-1898 v. Kleist (bish. Nebenetat, 1904  Dickhuth
  Kr. G.I) 1904  v. Steuben (6.)
Standort.
Berlin.

Dem Großen Generalstabe zugeteilt.

Stiftungstag:
Laut A. K. O. vom 5. 8. 1865, abgeändert durch A: K. O. vom 8. 2. 1866, Errichtung des Nebenetats für die zu wissenschaftlichen Zwecken bei dem großen Generalstabe fungierenden Offiziere (3 Abteilungs-Chefs, 3 Stabsoffiziere, 1 Hauptmann).

Entwicklung:
31. 1. 1867 Erhöhung des Nebenetats für wissenschaftliche Zwecke auf 4 Abteilungs-Chefs, 5 Stabsoffiziere, 12 Hauptleute einschl. der Landesaufnahme,
29. 12. 1874 Erhöhung (vom 1. 1. 1875) um 1 Abteilungs-Chef, 1 Stabsoffizier, 4 Hauptleute, behufs Umgestaltung der Landesaufnahme,
20. 2. 1890 desgl. (vom 1. 4. 1890 ab) um 3 Stabsoffiziere,
1. 4. 1898 Fortfall des Nebenetats, Bezeichnung der Offiziere als dem Großen Generalstabe zugeteilt.

Abteilungs-Chefs .
1867-1868 Gen. Lt. v. Hesse 1887-1894 Gen. Maj.Frhr. v. Gayl
1867-1873 Zimmermann (topogr)  (geogr. stat.)
1867-1875 Gen. Lt. v. Morozowicz 1888-1892 Morsbach (trigon.)
 (trigon.) 1888-1896 Gen. Maj. v. Usedom
1867-1873 v. Sydow (geogr. stat.)  (kartogr.)
1869-1872 v. Verdy du Vernois (Kr. G.) 1890  v. Wildenbruch
 1890-1891 Niemann
1872  Krause (3) 1890  Ebeling
1873-1882 Geerz (topogr., dann 1891  Stohrer K. W.
 kartogr.) 1892-1903 Gen. Lt. v. Leszczinsky
1874-1878 Gen. Lt. Gr. v. Wartensleben-  (Kr. G. II)
 (bisher Haupt. Et., Kr. G.) 1892  Liebert
1875-1882 Gen. Maj. Regely. 1892-1893 Stenzel
 (geogr stat.) 1893-1895 Sommer (topogr.)
1875-1883 Baumann (topogr.) 1893-1902 Gen. Lt. Steinmetz (kart.)
1875-1888 Gen. Lt. Schreiber (trigon.) 1893-1898 v. Schmidt (trigon.)
1877-1879 Karnatz (Kr. G. dann 1.) 1895-1897 v. Kleist (Kr. G., dann Kr. G. I)
1877-1881 Hassel (1.)
1881-1890 Gen. Maj. v. Taysen 1896-1897 Gen. Maj. Sommer
 (Kr. G.)  (topogr.)
1882-1893 Gen. Lt. Steinhausen 1897-1898 Schulze (topogr.)
 (kartogr. dann topogr.) 1897  Krahe
1882-1886 v. Leitholdt (geogr. stat.) 1897-1898 Waenker v. Dankenschweil (5.)
1883-1887 Rhein (topogr.)
1886-1887 Kneusels (geogr. stat.) 1902 Gen. Maj. von Flatow (3.)
1887-1888 Haupt 1902 v. Loos (5.)
 1902 Villain (kartogr.)
Standort.
Berlin.

Landesaufnahme.

Stiftungstag:
1796 Übertragung der allgemeinen Landesvermessung an den General-Quartiermeisterstab, Ausführung nach willkürlich gewählten Grundsätzen und Maßstäben in Westfalen unter Gen. Maj. v. Lecoq, in Schlesien unter Oberst v. Massenbach, in Südpreußen unter Maj. v. Brodowsky.
Entwicklung und Tätigkeit:
Einführung eines einheitlichen Maßstabes und der astronomisch-trigonometrischen Netzlegung durch die der A. K. O. vom 26. 11. 1803 bei gegebene Instruktion. A. K. O. 25. 12. 1808 Unterstellung unter die 2. Division des Allgemeinen Kriegsdepartements.
31. 1. 1816 Teilung der Arbeiten unter:
I. Abteilung am Rhein und in Thüringen, unter Leitung des Gen. Lt. v. Müffling,
II. Abteilung an und östlich der Elbe, unter Leitung der Aufnahme-Abteilung des 2.  Departements des Kriegsministeriums, zerfallend in
a) astronomisch-trigonometrisches Bureau,
b) Aufnahme- und Zeichenbureau.
1817 Errichtung des lithographischen Instituts.
1818 Beginn der einheitlichen Neuaufnahmen für die Generalstabskarte.
11. 1. 1821 Uebertragung der oberen Leitung der Vermessungs-Angelegenheiten an den Gen.  Lt. v. Müffling, Einführung der Meßtisch-Aufnahmen durch ihn.
3. 2. 1825 Uebertritt des lithographischen Instituts zum Generalstab.
1830 Beginn der Neuaufnahmen nach neuem gründlicherem System.
1833 Zusammenziehung der drei Abteilungen des topographischen Bureaus.
1865 Erweiterung des trigonometrischen Bureaus zum Bureau der Landes- Triangulation.
21. 6. 1870 Errichtung des Zentral-Direktoriums für das Vermessungswesen im Preußischen  Staate,
1872 Zentral-Direktorium der Vermessungen. Laut A. K. O. vom 23. 1. 1875  Errichtung der Stelle des Chefs der Landesaufnahme; unter ihm:  trigonometrische, topographische und kartographische Abteilung,
 letztere mit der photographischen Anstalt und der Plankammer,
1. 4. 1894 Umwandlung der Chefstelle in eine 4. Ober-Quartiermeisterstelle.
a) Chefs der Landesaufnahme.
1821-1829 Gen. Lt. v.Müffling 1888 Gen. Lt. Schreiber
1875 Gen. Lt. v. Morozowicz 1893 Gen. d. Inf. v. Oberhoffer
1882 Gen. Maj. Regely 1902 Gen. Lt. Steinmetz
1886 Gen. Maj. Golz 1904 Gen. Lt. v. Scheffer

b) Chefs der trigonometrischen Abteilung bzw. der Landes-Triangulation.
1819 v. Oesfeld  1875 Schreiber
1844 Baeyer, zugleich Chef eines 1888-1892 Morsbach
 Kriegstheaters im Gr. Gen. St. 1893 v. Schmidt
1858 Gen. Lt. v. Hesse, zugleich Chef 1899-1900 v. Bertrab (in Vertret.) 
 der 3. Abt.im Gr. Gen. St. 1900 Matthiaß
1868 v. Morozowicz 1903 v. Bertrab in (Vertr.)

c) Chefs der topographischen Abteilung (bis 1833 Dirigenten der verschiedenen Abteilungen).
1819 Gen. Lt. Müffling (selbst. I. Abt.) 1843 Schmidt 
  1848 Hindersin
1819 v. Decker 1849  Schmidt
 (1. Brigade der II.Abt.) 
1819 Kapt. v. Rau (2. Brigade der II. Abt., 1852 Leo  
 von 1821 ab 1. Abt.) 1856 Frhr. v. Wrangel
1821 Knackfuß (2., von 1822 ab 1860 Zimmermann
 3. Abt., von 1833 ab Dirigent des 1873 Geerz
 ganzen Bureaus. 1875 Baumann
1821 v. Decker (3. Abt.) 1883 Rhein
1822 Haenel v. Cronenthal (2. Abt., 1888 Gen. Lt. Steinhausen
 von 1842 ab Dirigent des ganzen 1893 Gen. Maj. Sommer
 Bureaus) 1897 Gen. Maj. Schulze.

d) Chefs der kartographischen Abteilung (von 1817 bis 1861 lithographisches Institut).
1819 v. Reiche  1882 Steinhausen
1821 Rittm. Harpe 1887 Gen. Maj. v. Usedom
1828 Kurts 1896 Gen. Maj. Steinmetz
1846-1861 Hptm. Sineck 1902 Villain.
1875 Geerz

Plankammer.

Stiftungstag:
Neueinrichtung der im Stadtschlosse zu Potsdam unter Friedrich d. Gr.gebildeten Plankammer durch A. K. O. vom 26. 11. 1803.
Entwicklung:
25. 12. 1808 Unterstellung unter die 2. Division des Allgemeinen Kriegs-Departements.
31. 1. 1816 Einrichtung der
 alten Plankammer in Potsdam ) beide dem 2. Departement des
 neuen Plankammer in Berlin ) Kriegsministeriums unterstellt,
Trennung des Archivs und der Bibliothek von der Plankammer.
31. 8. 1824 Überweisung der zusammengezogenen Plankammer an den Großen Generalstab.
Inspektoren.
1798 Direktor Gen. Maj. v. Knobloch 1888 Mirsch
1796 1. Inspektor Reymann  1898 v. Nassau
1836 Hptm. a. D. Piepersberg  1898 Müller.
1859 Neumann

 

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