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1301.
Heinrich Herzog von Anhalt-Köthen Geb. 30. 7. 1778 zu Pleß Sohn von Friedrich Erdmann Fürst von Anhalt-Köthen-Pleß 3. 3. 1796 Stabskapitän von der Armee und dem
Regiment Garde aggregiert.
25. 3. 1796 dem Infanterieregiment Hohenlohe (Nr. 32) aggregiert. 17. 1. 1797 als Kapitän und Kompagniechef einfangiert. 31. 8. 1805 Major. 1806 Feldzug. 10. 10. 1806 zur Begleitung der Königin Luise auf der Reise von Erfurt nach Berlin kommandiert. 9. 12. 1808 Chef des Bataillons von Schuler. 17. 2. 1809 Bataillonskommandeur im 1. Schlesischen Infanterieregiment (Nr. 10). 3. 4. 1810 als Oberst dimittiert. 28. 4. 1810 Erlaubnis zum Tragen der Uniform des 1. Schlesischen Infanterieregiments. 15. 11. 1810 Roter Adler-Orden I. Klasse. 16. 12. 1818 Antritt des Besitzes von Pleß. 22. 12. 1818 Charakter als Generalmajor. 22. 5. 1825 Chef des 22. Landwehrregiments und wirklicher Generalmajor. 1. 2. 1826 Mitglied des Staatsrates. 23. 8. 1830 regierender Herzog von Anhalt-Köthen. 11. 9. 1830 Ritter des Hohen Orden vom Schwarzen Adler. 30. 3. 1844 Charakter als Generallieutenant. 25. 3. 1845 wirklicher Generallieutenant. 11. 1.. 1847 Charakter als General der Infanterie. Gest. 23. 11. 1847 zu Köthen. Verheiratet: 18. 5. 1819 mit Augusta Prinzessin von Reuß-Köstritz. Geb. 3. 8. 1794, gest. 13. 7. 1855 zu Köthen. Bild: Zerbst, Schloß. Fürst Heinrich von Anhalt-Köthen war ein passionierter Soldat und trat mit 18 Jahren in preußische Dienste. Im Jahre 1804 lautet die Konduite über ihn: „Ein junger Herr voll Hoffnung und Talente, sehr akkurat und emsig im Dienst und durch die rühmliche Anwendung seiner Nebenstunden in vollem Schwunge zu den hohen Kriegswissenschaften.“ Am 26. 3. 1805 erhielt er die Erlaubnis zu einer Reise nach der Ukraine und der Türkeim der König gab ihm ein Empfehlungsschreiben an den Sultan in Konstantinopel mit. Am 13. 4. 1805 wurde sein Urlaub auf weitere 6 Monate verlängert. Bei Beginn des Feldzuges von 1806 ist er im Hauptquartier des Königs und begleitet die Königin Luise von Thüringen nach Berlin zurück. Nach dem Tilsiter Frieden tat er Dienste im 1. Schlesischen Infanterieregiment, nahm aber am 3. 4. 1810 bereits als Oberst den Abschied. Am 22. 12. 1818 legt ihm der König Friedrich Wilhelm III. den Charakter als Generalmajor bei, ernennt ihn am 22. 5. 1825, da er so großes Interesse für die Landwehr zeigt, zum Chef des 22. Landwehrregiments und gleichzeitig zum wirklichen Generalmajor. Da sein Bruder Ferdinand ohne Leibeserben starb, folgte er ihm 1830 als regierender herzog von Anhalt-Köthen in der Regierung. Der Herzog Heinrich von Anhalt-Köthen war allgemein beliebt, offen, gerecht und mildtätig, das Wohl seines kleinen Landes lag ihm sehr am Herzen. Mit König Friedrich Wilhelm III. stand er in enger Verbindung. König Friedrich Wilhelm IV. ernannte ihn 1844 zum Generallieutenant und 1847 zum General der Infanterie. Er legte Wert darauf, daß die Ausbildung seines kleinen Kontingents sich eng an die der preußischen Armee anlehnte und daß junge Offiziere zur Allgemeinen Kriegsschule nach Berlin kommandiert wurden. Sein Herzogtum verdankt ihm viele gute Einrichtungen, insbesondere verbesserte er die Verkehrsmittel, baute Eisenbahnen, Straßen, Kirchen, Schulen, hob den Ackerbau und verschönerte seine kleine Residenz Köthen. Im Jahre 1836 stiftete er mit seinen Vettern in Dessau und Bernburg den Hausorden Albrechts des Bären und nahm 1844 den Titel Hoheit an. Durch den Tod seines kinderlosen Bruders Ludwig fiel ihm im Jahre 1841 das Fürstentum Pleß wieder zu; er überließ dieses dem Grafen von Hochberg. Als er am 23. 11. 1847 starb, erlosch mit ihm der Zweig Anhalt-Köthen des alten anhaltinischen Fürstengeschlechts. Das Land ging am 1. 1. 1854 an den Herzog Leopold Friedrich von Anhalt-Dessau über. Die Herzogin, eine überall hochgeachtete Frau von feiner Bildung, hat ihr ganzes Leben den Notleidenden und Armen gewidmet. Sie ehrte das Andenken ihres verstorbenen Gemahls durch die Gründung einer „Heinrichsstiftung“, deren Zinsen wohltätigen Zwecken zugute kamen. Nur wenige Jahre überlebte sie ihren Gatten, sie starb am 13. 7. 1855 zu Köthen. |
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