1106.
Friedrich Ferdinand Herzog von Anhalt-Köthen-Pleß
Geb. 25. 6. 1769 zu Pleß.
Sohn von Friedrich Erdmann, Fürst von Anhalt-Köthen-Pleß


9. 1786 als Sekondelieutenant dem Regiment Garde zu Fuß (Nr. 15) aggregiert.
19. 3. 1788 Stabskapitän im Infanterieregiment von Kalckstein (Nr. 28) mit Patent vom 2. 2. 1786.
29. 5. 1788 Kapitän und Kompagniechef.
6. 5. 1792 Major im Füsilierbataillon von Forcade (Nr. 10).
1793/95 Feldzug am Rhein: Gefecht bei Hochheim (besonders ausgezeichnet, verwundet), Gefechte bei Alsheim (Verwundet), Limbach, Tann, Steinberg, Husenberg, Türkheim, Obernheim, Neustadt, Kirrweiler, Bombardement von Verdun (schwer verwundet, bei Lautern durch die rechte Hüfte geschossen).
6. 1. 1796 Orden pour le mérite.
17. 7. 1794 Lazarett zu Frankfurt.
15. 9. 1794 geheilt.
6. 3. 1795 Chef des Füsilierbataillons von Martini (Nr. 10).
12. 9. 1797 Brigadier der oberschlesischen Füsilierbrigade.
12. 12. 1797 regierender Fürst von Anhalt-Pleß.
7. 7. 1798 Roter Adler-Orden.
17. 5. 1800 Oberstlieutenant.
8. 5. 1802 zum Husarenregiment von Schimmelpfennig (Nr. 6) als Kommandeur des II: Bataillons versetzt.
17. 2. 1803 Erlaubnis zur Heirat mit der Prinzessin von Holstein-Beck.
26. 5. 1803 Oberst.
13. 4. 1805 6 Monate Urlaub in der Ukraine.
20. 10. 1805 Kommandeur des Husarenregiments von Schimmmelpfennig (Nr. 6).
21. 11. 1806 Generalmajor, Generalgouverneur in Schlesien und der Grafschaft Glatz.
25. 1. 1807 Chef des Hsarenregiments von Schimmelpfennig (Nr. 6).
13. 3. 1807 zum König nach Memel.
16. 10. 1807 Abschied, ging nach Wien.
1813 Befehl über den schlesischen Landstum.
5. 1816 Ritter des Hohen Orden vom Schwarzen Adler.
30. 3. 1818 Chef des 1. (oppeln.) Landwehrregiments.
16. 12. 1818 regierender Herzog von Anhalt-Köthen.
23. 3. 1819 Generallieutenant, Eisernes Kreuz II.
22. 5. 1830 Ritter des Goldenen Vließes.
Gest. 23. 8. 1830 zu Köthen.

Verheiratet:
I. 20. 8. 1803 mit Marie Dorothea Henriette Luise Prinzessin von Holstein-Beck. Geb. 28. 9. 1783, gest. 4. 11. 1803 zu Pleß.
II. 20. 5. 1816 mit Julia Gräfin von Brandenburg, Tochter Friedrich Wilhelms II. Geb. 4. 1. 1793, gest. 28. 1. 1848 zu Wien.

Schrifttum: v. Lettow-Vorbeck, Der Krieg von 1806 und 1807, III, Berlin 1893.
Bild: Zerbst, Museum.

Bereits im Jahre 1788 heißt es in einer Konduite über den Prinzen von Anhalt-Pleß: „Voller Eifer zum Dienst, lebhaft, und ein Herz voller Hoffnung für die Zukunft.“ Im Feldzug gegen Frankreich bewährte sich der Prinz in mehreren Gefechten,. Tapfer ging er seinen Füsilieren bei den schwierigsten Lagen voran und wurde zweimal schwer verwundet. Im Jahre 1802 versetzte ihn der König Friedrich Wilhelm III. auf seinen Wunsch zu den Husaren und erteilte ihm am 21. 8. 1802 Urlaub nach Österreich, um der Musterung des Husarenregiments Fürst Lichtenstein durch den Erzherzog Karl in der Nähe von Troppau beizuwohnen. Anschließend daran mußte er sich einer Kur in Teplitz und Warmbrunn unterziehen, da seine Wunde sich immer wieder bemerkbar machte. Im Jahre 1805 erhielt er einen längeren Urlaub nach der Ukaine. Im Dezember 1805 brach zu Bukarest auf dieser Reise seine Wunde am Fuß wieder auf und verursachte ihm viel Schmerzen. Der König sprach ihm am 18. 1. 1806 darüber sein Bedauern aus und erteilte ihm die Erlaubnis, sobald er reisefertig sei, über Ungarn und Wien zurückzukehren, um von dort Berichte über die politische Lage einzusenden. Am 4. 2. 1806 schreibt König Friedrich Wilhelm III. erfreut, daß der Prinz gesund bei seinem Regiment wieder eingetroffen. Seine Absicht, von Bukarest aus die Reise nach Konstantinopel fortzusetzen, um dort politische Verhandlungen im Auftrage des Königs zu führen, hat er aufgeben müssen.
In den Feldzug von 1806 ging der Prinz als Kommandeur des Husarenregiments von Schimmelpfennig (Nr. 6). Er focht tapfer in der Schlacht bei Jena sowie in dem Gefecht bei Sömmerda und schlug sich bei Zehdenick an der Spitze seines Regiments durch den überlegenen Feind. Er ging dann über die Oder zurück, sammelte in Pommern die zerstreuten Reiter mehrerer Regimenter und führte diese im November mit etwa 3000 Pferden dem Könige in Preußen zu. Dieser war über die Leistungen des Prinzen so erfreut, daß er ihn zum Generalmajor und Generalgouverneur von Schlesien ernannt. Als Generalgouverneur hatte er besondere Aufträge vom König und durfte an alle Generale in der Provinz direkte Befehle erteilen. Der König schrieb ihm dazu am 21. 1.. 1806: „Sie werden Meinem Vertrauen und der Erwartung der Nation entsprechen und sich dadurch die gültigsten Ansprüche auf Meine immer währende Erkenntlichkeit erwerben.“ Mit großem Eifer widmete sich der Prinz seiner schwierigen Aufgabe. Auf den ersten Bericht, den er dem König sandte, antwortete dieser: „Aus Euer Liebden Schreiben vom 11. d. M. habe Ich mit Vergnügen ersehen, ddaß Sie glücklich zu Knety bei Bielitz eingetroffen sind, und meine Guten Wünsche begleiten Sie auf Ihrer ferneren Reise. Es ist freilich übel, daß Glogau und Czenstochau nicht länger haben Widerstand leisten können und dadurch werden Euer Liebden in der Ausführung de sich vorgesetzten Zwecks allerdings beschränkt werden. Indessen hoffe Ich, daß Breslau bei dem vollständigen Vertheidigungszustand, worin diese Festung sich nach den Berichten des Etats Ministers Graf Hoym und des General Majors von Lindener befindet, und bei der Rechtschaffenheit des dortigen Gouverneurs und Commandanten sich gehörig halten und nicht übergeben werden. In diesem Falle wird es Euer Liebden bei Ihrer Mir bekannten Thätigkeit immer noch möglich bleiben, der Provinz Schlesien großen Nutzen zu stiften und den Feind von deinem weiteren Vordringen abzuhalten. - Für die gefällige Mitteilung Ihrer Bemerkungen über die in Galizien angetroffene gute Stimmung danke Ich sehr; sollte on Österreichscher Seite eine Erklärung zu Gunsten der Alliirten bald erfolgen, so würde solches der Lage der Dinge unfehlbar eine günstige Wendung geben. Königsberg, 28. 12. 1806.“
Der Prinz organisierte ein kleines Korps und versuchte den Entsatz von Breslau. Dieser Versuch wäre geglückt, wenn die Belagerten sich zu einem Ausfall entschlossen hätten, aber die Führer hatten keinen Mut, der Fürst mußte sich über Schweidnitz nach Neiße vor feindlicher Übermacht zurückziehen. Auf einen Bericht vom 8. 1. 1807 schrieb im der König: „Euer Liebden danke Ich verbindlich für Ihre Mir mittelst gefälligen Schreibens vom 8. dieses übersandte Relation von dem, was seit Ihrer Ankunft in Schlesien in militärischer Hinsicht geschehen ist. Ich bin mit allen Ihren Anordnungen sehr zufrieden, indem Ich überzeugt bin, daß Sie gethan haben, war nur irgend möglichwar. Zu wünschen wäre es gewesen, wenn die von Ihnen unternommene Expedition, Breslau zu entsetzen, einen guten Erfolg gehabt hätte. Wahrscheinlich wäre dann die Provinz Schlesien auf immer gerettet gewesen. Leider ist sie fehlgeschlagen, und mit Bedauern habe Ich aus Ihrem Schreiben vom 10. dieses ersehen, daß Breslau auf Kapitulation dem Feinde übergeben worden ist, Brieg nunmehr beschossen , und auch Schweidnitz und Cosel vom Feinde bedroht wird. Lassen Sie indessen den Muth nicht sinken, sondern retten Sie, was noch zu retten ist, und seyn Sie versichert, daß Ich Ihre Bemühungen mit verbindlichem Danke erkennen werde. Hier in Preußen scheinen die Sachen ein günstigeres Ansehen als bisher zu gewinnen. Die Russischen Truppen sind, nachdem sie 4 Divisionen am Narew haben stehen lassen, um ihre linke Flanke zu sichern, mit 6 Divisionen in Verbindung mit dem Preußischen Korps vorgerückt, und einer so eben angekommenen Nachricht zufolge, in Bischoffstein eingerückt. Ich hoffe nun, daß wenn nicht wieder besondere Unglücksfälle eintreten, Preußen bis zur Weichsel vielleicht blad vom Feinde gereinigt seyn wird, und sobald die s nur erst erreicht worden ist, werden dann auch wohl Operationen über die Weichsel hinaus unternommen werden. Für die Leute, welche sich bei obgedachter Expedition ausgezeichnet haben, will Ich die von Euer Liebden vorgeschlagenen Aufmunterungen und Auszeichnungen mit Vergnügen bewilligen. Memel, 25. 1. 1807.“
Am 25. 1. 1807 ernannte der König den Fürsten zum Chef des Husarenregiments von Schimmelpfennig: „Ich hoffe, daß Sie die Verleihung dieses Regiments als einen Beweis Meines Vertrauens ansehen werden.“ Anfang Februar 1807, nachdem auch Brieg gefallen, trat der Fürst in Unterhandlungen mit Jerome zwecks Abschluß eines Waffenstillstandes. Er versuchte, dadurch Zeit zu gewinnen; aber diese Verhandlungen zerschlugen sich. Auch Schweidnitz wurde von den Franzosen genommen, und der Fürst zog sich nach über Glatz auf österreichisches Gebiet und versuchte von dort aus, die ihm anvertraute Provinz zu retten. Mit diesen letzten Maßnahmen waren der König und die maßgebenden Männer nicht einverstanden, der Fürst wurde abberufen und Graf Goetzen sein Nachfolger. Da er sich durch diese Abberufung gekränkt fühlte, versuchte der König, ihn zu beruhigen, und schrieb ihm am 28. 4. 1807: „Ich schätze Sie zu sehr, um je die Absicht zu haben, Ihnen zu nahe zu treten, am wenigsten jetzt, wo Ich überzeugt bin, daß Sie in Schlesien getan haben, was nur möglich gewesen ist. Leider waren die auch dort eingetretenen unglücklichen Umstände daran schuld, daß Ihre patriotischen Bemühungen nicht den günstigen Erfolg hatten, welche man davon erwarten konnte, und da nichts mehr zu tun bleibt, ersuche Ich Sie hierher nach Bartenstein zu kommen, weil Ich überzeugt war und bin, daß Sie bei Ihren militairischen Talenten und Ihrem Eifer für die gute Sache Mir hier nützlicher sein werden.“ - Nach dem Friedensschluß von Tilsit ging der Fürst nach Wien und bat um seinen Abschied. Der König verweigerte ihm diesen zunächst. Da er aber darauf bestand, so bewilligte er ihm schließlich den Abschied mit folgendem Schreiben: „ Obgleich es Mir sehr leid tut, in Ihnen einen General aus Meiner Armee zu verlieren, der durch seinen Eifer für Mein Interesse und durch seine Anhänglichkeit an Meine Person sich Mir sehr wert gemacht hat, und wenngleich Ich aus persönlicher Zuneigung wünschte, Sie für Meinen Dienst zu conserviren, um auch durch dieses Verhältnis Sie mir in näherer Verbindung zu lassen, so will Ich doch jetzt Ihrem wiederholten Ansuchen nicht länger entgegen sein.“ Gleichzeitig wurde ihm am 16. 10. 1807 die Erlaubnis zum Tragen der Uniform erteilt und durch den Grafen Finckenstein eine Empfehlung an den österreichischen Kaiser in Wien übermittelt. Zu einer Anstellung in der österreichischen Armee kam es jedoch nicht, und auch seine Bitte um Wiederverwendung in der preußischen Armee mußte König Friedrich Wilhelm III. am 6. 2. 1808 ablehnen. Der Fürst ging nunmehr in den Jahren 1809 und 1810 auf Reisen. Er wohnte 1810 der Hochzeit Napoleons in Paris bei und rettete beim Brande des Palais des Fürsten von Schwarzenberg mit Einsatz seines Lebens mehrere Personen aus den Flammen. Im November 1810 kehrte er nach Pleß zurück und widmete sich ganz seinem kleinen Lande. Organisatorisch und wirtschaftlich sehr begabt, hat er in diesen Jahren segensreich für sein kleines Gebiet gewirkt. Er hob das Berg- und Hüttenwesen, er widmete sich der Landwirtschaft, er regte die Bautätigkeit an und baute verschiedene Bäder aus.
Im Februar 1813 rüstete er auf seine Kosten einige Reiter aus und stellte diese dem König zum Befreiungskampf zur Verfügung. Letzterer dankte ihm dafür am 1. 3. 1813: „Euer Durchlaucht haben Mir durch die Übersendung der hier eingetroffenen sechs völlig ausgerüsteten Reiter einen neuen sehr angenehmen Beweis Ihrer Anhänglichkeit und Ihrer treuen Ergebenheit gegeben, welches Ich mit aufrichtigem Danke erkenne. Ihrem Wunsche gemäß habe ich diese Leute bei meiner Garde eingestellt in der Überzeugung, daß sie Ihren Erwartungen im Dienst entsprechen und Mir Gelegenheit geben werden, Mich ihrer im Laufe des Feldzuges mit Zufriedenheit zu erinnern. Nach beendigtem Kriege mögen sie nach Gefallen zu Ihnen zurückkehren.“ Die Bitte des Fürsten, ihn selbst als General bei der mobilen Armee zu verwenden, lehnte der König aber ab: „Ich erkenne Euer Liebden Dienstanerbieten als einen Beweis Ihrer Liebe zum Vaterlande und Ihrer Ergebenheit für Mein Haus mit wahrer Zufriedenheit und bin gern geneigt, Ihren Wunsch zu erfüllen. Ich fürchte indeß, Ihre geschwächte Gesundheit wird auf die Dauer den Strapazen eines Feldzuges erliegen, und aus dieser Besorgnis gebe Ich Ihnen zu erwägen, ob es nicht zweckmäßiger seyn dürfte, wenn Sie Ihren Diensteifer bei der zu errichtenden Landwehr in Thätigkeit setzen und mit einem schönen Beispiele vorangehen. Ich würde dies um so lieber sehen, da es von einem sehr günstigen Erfolg seyn muß, wenn Personen Ihres Ranges sich dieser Maasregel zur Verstärckung der innern Vertheidungungs Kraft des Landes anschließen. Breslau, 12. 3. 1813.“
Der Fürst bewährte sich nun bei der Aufstellung der schlesischen Landwehr, und der König dankte ihm am 17. 3. 1813 für diese Tätigkeit: „Es ist mir angenehm, aus Ihrem Schreiben vom 14. dieses den Entschluß zu erfahren, dem Vaterlande durch Übernahme einer Stelle bei der Landwehr mit Ihrem patriotischen Eifer nutzen zu wollen, und verstatte Ich sehr gern, daß Sie Ihrem Wunsche gemäß solange nach Pleß zurückkehren, bis Ich Ihnen Ihren künftigen Wirkungskreis näher bestimmen kann.“ Als im Frühjahr 1815 noch einmal die preußische Armee mobil gemacht werden mußte, stellte sich der Fürst erneut zur Verfügung, aber wieder lehnte der König dieses Gesuch ab: „Euer Liebden Anerbieten in dem Schreiben vom 30. vorigen Monaths an dem Kampf gegen den gemeinsamen Feind teilnehmen zu wollen, ist Mir als ein Beweis Ihres für die gute Sache sehr schätzbar und wenn es gleich für den Augenblick an Gelegenheit fehlt, Ihnen einen angemessenen Wirkungskreis anzuweisen, so bin Ich doch gern geneigt, von Ihren Diensten Gebrauch zu machen und auf Ihren Wunsch Bedacht zu nehmen, wenn die längere Dauer des Krieges neue Rüstungen notwendig machen sollten. Wien, 11. 5. 1815.“ Die schnelle Beendigung des Krieges machte eine neue Verwendung des Fürsten unmöglich. Dieser heiratete im Jahre 1816 die Gräfin Julie von Brandenburg, eine Tochter König Friedrich Wilhelms II. Er wurde 1817 Chef des 22. Landwehrregiments und Landrat des Kreises Pleß. Am 16. 12. 1818 wurde er Herzog von Anhalt-Köthen. Am 24. 10. 1825 trat er mit seiner Frau zum katholischen Glauben über. Dieser Übertritt zum Katholizismus rief in dem kleinen Lande Anhalt-Köthen große Bestürzung hervor. Am schärfsten nahm König Friedrich Wilhelm III. selbst dagegen Stellung. Dadurch kam es zu einem dauernden Bruch zwischen den Höfen in Berlin und Köthen. - Voller Empörung schrieb der könig der Herzogin, seiner Stiefschwester, als diese ihm ihren Übertritt zur Katholischen Kirche mitteilte: „Sie nennen Mich in Ihrem Schreiben, womit Sie Mir Ihren Übertritt zur Katholischen Kirche anzeigen, väterlichen Freund und Ratgeber; Ich kann aber darinnen nur eine Heuchelei erkennen. Mit einem väterlichen Freunde pflegt amn sich über den wichtigsten Schritt seines Lebens zu beraten, ehe man ihn tut. Ich sah Sie in Paris zu einer zeit, wo Sie schon einig mit sich waren, und Sie verhehlten Mir solches. Ich habe über die wichtigsten Amgelegenheiten ernstlich nachgedacht, habe mehrmals die Bibel und das Neue Testament sowie die symbolischen Bücher gelesen und bin stets in der Überzeugung befestigt worden, daß die Evangelische Kirche die einzig wahre und Gott gefällige sei, und in dieser werde Ich sterben. Woher soll aber nach dem nicht genug zu beklagendem Schritte, den Sie getan haben, Liebe und Vertrauen der Unterthanen, denen Sie Mutter sein sollen, kommen? Wo sollen sie in den wichtigsten Angelegenheiten des menschlichen Herzens Schutz und Hilfe finden? Sorgen Sie, daß dieselben Ihr Andenken segnen und nicht verfluchen.“ - Nachdem der Herzog im Jahre 1828 dem Deutschen Zollverein beigetreten war, starb er am 23. 8. 1830 zu Köthen.


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